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Ein Brunnen für Sinthe Aliou Mbaye 
war eines unserer Hauptziele nach Rückkehr unseres  Auslandbeauftragten Wilane.

Januar 2008
   
Wir suchten Kontakt mit deutschen Vereinen, die in diesem Bereich tätig waren und konnten bewirken, dass eine Untersuchung der Situation vor Ort vorgenommen wurde (das Wasser der Region ist meist salzhaltig) und schließlich ein neuer Brunnen gebaut wurde. Da der Brunnen allerdings tief ist (mehr als 30m), ist das manuelle Wasserschöpfen über die Seilwinde sehr anstrengend für die Frauen, und es besteht Verschmutzungsgefahr durch die hinuntergelassenen Kanister.

Unser Verein beauftragte einen im Senegal tätigen deutschen Pumpenbauer mit einer Erkundung vor Ort. Nachdem er uns versichert hatte, dass seine handbetriebenen Pumpen in diesen Brunnen eingebaut werden konnten, beschlossen wir im Dezember 2007, sein Angebot eines Pumpenkurses für 3 bis 4 Dorfbewohner mit Herstellung und Einsetzen der Pumpen anzunehmen und zu finanzieren, unter der Bedingung, „Herr“ über unser Projekt zu bleiben.

Anfang Januar 2008 reisten daher die Gründungsmitglieder Elisabeth und Maria im Auftrag des Vereins nach Kaolack, wo sie auch noch andere Aufgaben erwarteten, denn es gab Probleme mit dem Nähkurs, der keinen Raum und letztendlich keinen Lehrer mehr hatte.
Viele anstrengenden, fast abenteuerlichen Hin- und Herfahrten zwischen Kaolack und Sinthe Aliou Mbaye waren nur durch die Begleitung unserer Partner von Imagine Junior erträglich. Durch Aidas engen Kontakt mit den Dorfbewohnern - sie hatte jahrelang als Helferin in der Krankenstation Latmingué gearbeitet - waren wir auch in der Lage, ganz präzise mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Wie wichtig das war, wurde uns klar, als der Pumpenbauer wegen schlecht einge-schätztem Wasserbedarf sowie  technischen und menschlichen Problemen die ganze Sache unfertig abbrach.

Denn dank Aida und dem Leiter der Krankenstation von Latmingué, unserem inzwischen leider verstorbenen Partner Mandiaye Ndiaye, konnten wir nicht nur den Schaden begrenzen, sondern mit den Dorfbewohnern zusammen ein Projekt mit dem „Restmaterial“ planen.

So wurde nach unserer Abfahrt von den drei Männern, die am Pumpenkurs teilgenommen hatten, ein Wasserreservoir gebaut, von dem aus die Bewässerung von Gemüsebeeten außerhalb der Regenzeit möglich wurde.

Zahlreiche Kontakte mit den Partnern von Handi-Imagine, deren Energie und Willen zu Eigenständigkeit wir bewunderten, bewegten uns dazu, ihr Projekt einer Hühnerzucht mit aufzunehmen (das wir hoffentlich bald gemeinsam realisieren können, auf einem Grundstück, das die Stadtverwaltung von Kaolack uns inzwischen in der Nähe unseres Grundstücks in Ngane versprochen hat).

Es soll von den Behinderten selbst betrieben werden und mehreren von ihnen ermöglichen, nicht mehr vom Betteln leben zu müssen

.Im Mai 2013 hat die Berufsausbildung junger Frauen und Mädchen zu Schneiderinnen in einer eigens dafür ausgestatteten Nähwerkstatt begonnen.

Mit der Perspektive einer wirtschaftlichen Unabhängigkeit der jungen Frauen durch den Verkauf von handwerklich und ästhetisch anspruchsvollen Textilien war die
Berufsschulklasse mit 20 Plätzen im Nu ausgebucht.
Ein weiteres Ziel ist die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Berufschulklasse.

Unser nächstes Hauptziel ist der Weiterbau unseres Sozial- und Bildungszentrums in Kaolack!

Dieser Aufenthalt im Kaolack war anstrengend, aber der Kontakt mit den Menschen, vor allem unseren Partnern, hat uns immer wieder gestärkt und in unseren Vorhaben bestärkt.

 

 
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79238 Ehrenkirchen